Bitcoin

Wiki: Was ist Bitcoin und wie funktioniert die digitale Währung?

Bitcoin-Erklärung: Alle Fakten zu Bitcoin - Wie funktioniert der Bitcoin?


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Wiki: Was ist Bitcoin und wie funktioniert die digitale Währung? (c): Roman Bodnarchuk - Fotolia.com

25.12.2017

Beim Bitcoin handelt es sich um eine digitale Währung (Kryptowährung), die gemined (elektronisch geschaffen und elektronisch verwahrt) wird. Bitcoins werden nicht physisch gedruckt und auch nicht von Zentralbanken erzeugt - es handelt sich um eine dezentrale Währung, die von den Menschen selbst erzeugt wird.





Es gibt somit also keine zentrale und auch keine staatliche Kontrolle. Satoshi Nakamoto, ein Softwareentwickler, präsentierte im Jahr 2008 die Kryptowährung. Selbst heute ist nicht bekannt, wer hinter dem Pseudonym steckt. Der Bitcoin basiert auf Mathematik. Zudem gibt es auch kein Institutionsgefüge, das sich hinter dem Bitcoin verbirgt und für die Werthaltigkeit verantwortlich ist.

 

Bereits jetzt sind über 80% der jemals verfügbaren Bitcoins geschürft: Bei 21 Millionen Bitcoins ist Schluss!

 

Ein weiterer wichtiger Inflationsschutz des Bitcoin ist der zugrunde liegende Code. Denn hier ist verankert, dass es niemals mehr als 21 Millionen Bitcoin geben kann. Bei genau 20.999.999,9769 Bitcoin werden keine neuen Bitcoin mehr erschaffen. Somit ist der Bitcoin inflationsgesichert und es können nicht unendlich viele Bitcoin erschaffen werden. 

Die Technologie, die der Bitcoin zugrunde liegt, nennt sich Blockchain. Die Technologie der Blockchain wurde 2008 von Satoshi Nakamoto in einem Paper zusammen mit Bitcoin entwickelt und wird mittlerweile von vielen weiteren Kryptowährungen verwendet.

 


Was macht den Bitcoin so außergewöhnlich?

Bitcoin © "ulchik74 - Fotolia "

Doch warum interessieren sich derart viele Menschen für den Bitcoin? Einige Länder, so etwa Australien und Japan, haben den Bitcoin bereits als offizielles Zahlungsmittel anerkannt. Es sind die verschiedenen Eigenschaften und natürlich auch Vorteile, die den Bitcoin besonders machen. Vor allem ist es auch die Preisentwicklung - zu Beginn des Jahres 2017 lag der Bitcoin noch bei 900 US-Dollar, heute kostet ein Bitcoin knapp 8.000 US-Dollar.

 

Dezentral und unabhängig

Das Bitcoin-Netzwerk ist dezentral - das bedeutet, dass der Bitcoin von keiner Zentralbank, keiner Regierung und keiner Institution kontrolliert wird. Jeder einzelne Computer, der Bitcoins erzeugt und transferiert, ist automatisch ein Teil des Netzwerks. Es handelt sich somit um eine unabhängige Währung.

 

Keine bürokratischen Hürden

Eröffnet man ein Konto bei einer Bank, so müssen einige bürokratische Hürden überwunden werden. Das Bitcoin-Konto (Wallet genannt) kann jedoch problemlos errichtet werden - man benötigt keine Nachweise und muss auch keine sonstigen Voraussetzungen erfüllen. Die wohl einzige Hürde? Man benötigt einen Internetanschluss.

 

Anonym

Zudem bleiben die Sender und Empfänger anonym. Im Zuge der Transaktion werden keine Namen, keine Wohnadressen oder andere Informationen angezeigt.

 

Transparent

Obwohl die Sender und Empfänger anonym bleiben, ist das Netzwerk dennoch transparent. Jede Transaktion wird in der sogenannten Blockchain gespeichert.

 

Weltweit

Bitcoins können weltweit versendet werden - der Vorgang dauert nur wenige Minuten. Die Überweisung erfolgt nach dem "Peer-to-Peer"-Konzept - es gibt keinen Mittelsmann oder Intermediär.

 

Die Vorteile des Bitcoin im Überblick

Zu beachten ist, dass das Bitcoin-Netzwerk frei und unabhängig ist - es gibt keine staatlichen Regulierungsbehörden, keine Banken und auch keine Zahlungsdienstleister, die sich im Hintergrund bewegen

  • Der Bitcoin ist praktisch unangreifbar, weil im Zuge der Abwicklungen das "Peer-to-Peer"-Konzept verfolgt wird
  • Es handelt sich um eine weltweit zugängliche Kryptowährung, die von jedem Menschen genutzt werden kann, sofern dieser einerseits über Bitcoins verfügt und andererseits ein Wallet besitzt
  • Der Bitcoin ist fälschungssicher; die automatische Überprüfung durch die Teilnehmer und auch der Open-Source-Code garantieren, dass es keine Fälschungen geben kann
  • Die Transaktion dauert nur wenige Augenblicke
  • Aufgrund der Tatsache, dass es maximal 21 Millionen Bitcoins geben kann, handelt es sich um eine inflationsgeschützte Währung
  • Zwischen Sender und Empfänger werden keine privaten Daten übertragen

 

Wie kann man Bitcoins verdienen?

Doch was benötigt man, wenn man mit Bitcoins bezahlen möchte? Zu Beginn natürlich Bitcoins - in weiterer Folge ein Wallet, das auf dem Computer installiert sein muss, damit Bitcoins empfangen oder gesendet werden können. Zu beachten ist, dass der Versender weiß, wie die Bitcoin-Adresse des Empfängers lautet. Die Transaktionen laufen über das Bitcoin-Netzwerk.

Aber Bitcoins können nicht nur empfangen oder gesendet werden - es gibt auch das Mining. Durch den Mining-Prozess werden neue Bitcoins geschaffen und die Transaktionen des Bitcoin-Netzwerkes bestätigt und abgesichert. Aufgrund der Tatsache, dass für das Mining leistungsstarke Rechner benötigt werden, entscheiden sich viele User für einen Mining-Pool. In einem derartigen Pool finden sich mehrere Nutzer, wobei die Rechnerleistungen zusammengelegt werden. Jeder User erhält, sofern Bitcoins erzeugt wurden, einen bestimmten Anteil, der sofort in das Wallet transferiert wird. In Deutschland ist Bitcoin-Mining aufgrund der hohen Stromkosten jedoch mittlerweile nicht mehr profitabel. 

 

Mit Bitcoin Geld verdienen: Bitcoin Mining

Eines der Hauptfunktionen des Bitcoin-Systems ist das Bitcoin Mining. Das Prinzip von Bitcoin Mining erfüllt zwei Aufgaben gleichzeitig:

Zum einen werden durch Bitcoin Mining neue Bitcoin erschaffen

Zum anderen wird das Bitcoin-Netzwerk am Leben erhalten und Transaktionen bestätigt

 

Bestätigung der Transaktionen: Proof-of-Work

Der zweite Punkt, nämlich die Bestätigung der Transaktionen, ist der deutlich wichtigere Punkt, als das Erschaffen neuer Bitcoins. Das Prinzip der Bestätigungen durch die Bitcoin-Miner nennt sich Proof-of-Work („PoW“). Damit wird sichergestellt, dass das Netzwerk beinahe fälschungssicher ist und ein Bitcoin nicht kopiert werden kann. Ungefähr alle zehn Minuten wird durch die Bitcoin-Miner ein neuer Bitcoin-Block gefunden, in den im Idealfall alle aufgelaufenen Transaktionen eingefügt und damit bestätigt werden. Somit erhöht die Rechenleistung des Bitcoin-Netzwerkes nicht die Transaktionsgeschwindigkeit, sondern die Sicherheit des Bitcoin-Netzwerkes.

 

Sicherheit durch Rechenleistung

Der zweite Punkt, nämlich das Erschaffen neuer Bitcoin, ist gerade in den Anfangszeiten der Bitcoin-Entstehungsgeschichte - in denen wir uns noch befinden – sehr  wichtig. Denn durch die Incentivierung der Bitcoin-Miner wird dem Bitcoin-Netzwerk extrem viel Rechenleistung zur Verfügung gestellt, was die Sicherheit des Netzwerkes erhöht. Nachdem ein Bitcoin-Miner einen neuen Block geschürft hat, erhält er neben den Transaktionsgebühren auch die Belohnung von aktuell 12,5 neuen Bitcoin (aktuell ca. 85.000 Euro).

Diese Belohnung halbiert sich jedoch alle  „Bitcoin Halving“ 210.000 Blocks. Somit wird die Menge an neu erschaffenen Bitcoin immer weniger. Insgesamt können knapp 21 Millionen Bitcoin geschürft werden – mehr ist laut Bitcoin-Algorithmus nicht möglich. In ungefähr 100 Jahren soll diese Grenze erreicht werden.  

 

Wie funktionieren Bitcoin-Transaktionen?

Werden Bitcoins versendet, so finden sich in der Transaktion gerade einmal drei Informationen: Sender-Adresse, Menge, Empfänger-Adresse. Bei der Sender-Adresse handelt es sich um die Aufzeichnung, von welcher Sender-Adresse die Bitcoins geschickt wurden. Die Menge gibt - wie der Name bereits verrät - die Anzahl der gesendeten Bitcoins an. Die Empfänger-Adresse ist die Adresse, an die die Bitcoin gesendet werden sollen.

 

Public Key = öffentliche Kontonummer der Bitcoin Wallet - diese kann an dritter Personen weitergegeben werden.

Private Key = geheimer Schlüssel, der niemals weitergegeben werden darf und möglichst sicher aufbewahrt werden muss.

 

Sowohl Sender-, als auch Empfänger-Adresse sind ähnlich wie Kontonummern („Public-Keys“) der jeweiligen Konten („Wallets“).

Bitcoin Private Key / Public Key © "https://www.bitaddress.org/ Screenshot"

Wer Bitcoins versenden will, der benötigt neben der Bitcoin-Adresse, dem Public-Key, auch den sogenannten privaten Schlüssel „Private Key“. Die Bitcoin-Adressen werden nach dem Zufallsprinzip generiert und setzen sich aus einer Reihenfolge an Zahlen und Buchstaben zusammen. Der private Schlüssel ist ebenfalls eine Reihenfolge an Zahlen und Buchstaben, wobei dieser - verglichen zur Bitcoin-Adresse - geheim bleibt. Sollen Bitcoins versendet werden, so wird der private Schlüssel genutzt, mit dem die Transaktion signiert wird. Die Transaktion dauert nur wenige Minuten.

 

Das Bitcoin-Konto: Die Bitcoin-Wallet

Bitcoin Wallet © "3dsculptor - Fotolia.com"

Eine Bitcoin-Wallet wird zwar frei als Bitcoin Geldbörse übersetzt, ist jedoch eher mit einem Konto zu vergleichen. Mit Hilfe der Bitcoin-Wallet können die Bitcoin verwaltet, versendet und empfangen werden. Jedoch „liegen“ die Bitcoin nicht wirklich in dieser Wallet, sondern die Wallet verwaltet lediglich die zwei Schlüssel des Bitcoin: den Public Key und den Private Key. Die eigentlichen Bitcoin liegen immer auf der Bitcoin-Blockchain.

Heutige Wallets verwaltet die jeweiligen Schlüssel häufig im Hintergrund, so dass der Anwender sich darum wenig Gedanken machen muss. Trotzdem ist es wichtig das Prinzip zwischen Public Key und Private Key zu verstehen.

Bitcoin Transaktion © "Hulacoins - Exodus Screenshot"

 

Die öffentliche Adresse der Bitcoin-Wallet: Public Key

Die öffentlichen Adresse der Bitcoin Wallet, dem „Public Key“, ist, wie der Name bereits sagt, dafür dar, um diesen der Öffentlichkeit zu geben. Das bedeutet nicht, dass dieser an die ganze Welt gesendet werden soll, sondern wenn man selbst Bitcoin erhalten möchte, gibt man diese Adresse an den jeweiligen Sender, der daraufhin eine Bitcoin-Transaktion durchführen kann.

Achtung: Da das Bitcoin-Netzwerk transparent ist und jede Transaktion auf der Bitcoin-Blockchain einsehbar ist, kann jeder, der den Public Key kennt, den Kontostand der Wallet abfragen. Somit sollte der Public Key trotzdem mit Vorsicht weitergegeben werden und möglichst mehrere Public Keys verwendet werden. Manche Wallets bieten sogar die Möglichkeit an, dass nach jeder Transaktion automatisch ein neuer Public Key generiert wird. Die erhöht die Privatsphäre ungemein.

 

Das Passwort der Bitcoin-Wallet: Private Key

Der Private Key ist der geheime Schlüssel, das Passwort, der Bitcoin-Wallet. Dieser sollte auf keinen Fall an dritte weitergegeben und möglichst sicher verwahrt werden. Mit dem Private Key hat man volle Kontrolle über die jeweiligen Bitcoin, die für diesen Key auf der Bitcoin-Blockchain hinterlegt sind. 

 

Das Bitcoin-Jahr 2017

Coinbase Chart © "coinbase.com Screenshot"

Aktuell liegt der Bitcoin bei knapp 8.000 US-Dollar. Die Preisentwicklungen der letzten Monate haben gezeigt, dass das Jahr 2017 das sogenannte "Bitcoin-Jahr" war. Im Januar lag der Bitcoin noch bei 960 US-Dollar; im Juni kletterte die Kryptowährung auf 2.500 US-Dollar. Ob ein Ende des Preisanstiegs in Sicht ist? Folgt man den Analysten und Experten, so hat die Kryptowährung noch lange nicht das Ende erreicht. Die Wahrscheinlichkeit, dass der Bitcoin - verglichen mit der Immobilienblase - platzt und am Ende einen extremen Wertverlust hinnehmen muss, ist extrem unwahrscheinlich.

 

Welche Nachteile müssen berücksichtigt werden?

Auch wenn der Bitcoin zahlreiche Vorteile mit sich bringt, so dürfen die Schattenseiten keinesfalls ignoriert werden. Vor allem dann, wenn man in die Kryptowährung investiert, sollte man vorsichtig sein. Auch wenn die Wahrscheinlichkeit gering ist, dass der Preis demnächst abstürzt, so können mitunter Software-Fehler dafür sorgen, dass es dennoch zum unerwarteten Preissturz kommt.

 

  • Noch immer sind Teile der Bevölkerung kritisch, weil sie den Kryptowährungen (Bitcoin, Ether, Ripple oder anderen digitalen Währungen) nicht zu 100 Prozent vertrauen
  • Die Bitcoin-Software befindet sich in einer stetigen Entwicklung - fehlerhafte Updates können für ein absolutes Chaos sorgen
  • Das Bitcoin-System hat natürlich eine Deflationsgefahr - spekulieren die Bitcoinbesitzer auf Kursanstiege, so horten sie die Coins und geben sie nicht aus
  • Unterbindet ein Land den Bitcoin-Handel, so sind Kurseinbrüche zu befürchten

 

Vor allem kann ein möglicher Kurseinbruch das Kapital der Investoren vernichten; selbst ein Totalverlust kann nicht ausgeschlossen werden.



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